(BPersVG)
Bundespersonalvertretungsgesetz

Ausfertigungsdatum: 15.03.1974


§ 108 BPersVG

(1) Die außerordentliche Kündigung von Mitgliedern der Personalvertretungen, der Jugendvertretungen oder der Jugend- und Auszubildendenvertretungen, der Wahlvorstände sowie von Wahlbewerbern, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, bedarf der Zustimmung der zuständigen Personalvertretung. Verweigert die zuständige Personalvertretung ihre Zustimmung oder äußert sie sich nicht innerhalb von drei Arbeitstagen nach Eingang des Antrags, so kann das Verwaltungsgericht sie auf Antrag des Dienststellenleiters ersetzen, wenn die außerordentliche Kündigung unter Berücksichtigung aller Umstände gerechtfertigt ist. In dem Verfahren vor dem Verwaltungsgericht ist der betroffene Arbeitnehmer Beteiligter.

(2) Eine durch den Arbeitgeber ausgesprochene Kündigung des Arbeitsverhältnisses eines Beschäftigten ist unwirksam, wenn die Personalvertretung nicht beteiligt worden ist.

Zitierende Urteile zu § 108 BPersVG

Außerordentliche fristlose Kündigung - Drohung - betriebliches Eingliederungsmanagement
Außerordentliche Kündigung - unerlaubte Herstellung digitaler Kopien am Arbeitsplatz
Kündigung im öffentlichen Dienst - Beteiligung der Personalvertretung
Änderungskündigung zur Herabgruppierung einer Schulleiterin - Beteiligung des Personalrats
Verhaltensbedingte Kündigung - Vortäuschung der Aufgabenerfüllung
Außerordentliche Kündigung - Beteiligung des Personalrats